Neuer Newsletter

"Rote Karte dem Schl@ganfall"-News

  • 1 x im Monat
  • Kostenlos
  • Infos über neue gratis Broschüren
  • Aktuelles & Termine zum Schlaganfall
  • Unkompliziert kündbar


Der Schlaganfall bei Frauen und Männern – was die Geschlechter unterscheidet

In Deutschland erleiden im Jahr rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall – 55 Prozent davon sind Frauen.1  Dies liegt nicht nur daran, dass Frauen älter werden, sondern auch, dass sich die Risikofaktoren für einen Schlaganfall bei Frauen und Männern unterscheiden. Zwar gibt es einen Großteil von Schlaganfallrisiken, die nicht mit dem Geschlecht zusammenhängen – eine Studie der Universität Utrecht konnte jedoch aufzeigen, dass auch geschlechtsspezifische Risiko- und Schutzfaktoren Einfluss darauf haben können, einen Schlaganfall zu erleiden.2

Bei Männern mit einer Potenzschwäche erhöht sich beispielsweise das Schlaganfallrisiko im Vergleich zu potenten Männern um 35 Prozent, während Testosteron und andere männliche Geschlechtshormone laut der Studie das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, senken können.2 Die Neurologen hielten außerdem fest, dass Frauen, die in der Schwangerschaft unter Bluthochdruck leiden, einer erhöhten Schlaganfallgefahr ausgesetzt sind. Auch eine späte Menopause gelte als frauenspezifisches Schlaganfallrisiko – eine frühere Menopause vor dem 50. Lebensjahr reduziere hingegen tendenziell die Wahrscheinlichkeit einen Schlaganfall zu erleiden.2

Doch es sind nicht nur Risiko- beziehungsweise Schutzfaktoren, die sich geschlechtsspezifisch unterscheiden – auch bei der Symptomatik und dem Verhalten während eines Schlaganfalls konnten Unterschiede zwischen Frauen und Männern festgestellt werden. So haben Ärzte beispielsweise beobachtet, dass Frauen im Falle eines Schlaganfalls später zur Behandlung in eine Klinik kommen als Männer.1 Das kann zweierlei Gründe haben: Frauen zieren sich eher einen Arzt zu konsultieren oder sie empfinden den Schlaganfall schlichtweg anders als Männer. Dafür spricht, dass Frauen seltener klassische Symptome wie zum Beispiel Gliederschmerzen oder Schluckbeschwerden nennen.1

Eines gilt für beide Geschlechter gleichermaßen: Jede Sekunde zählt! Je eher der Schlaganfall behandelt werden kann, desto höher ist die Chance die Auswirkungen möglichst gering zu halten und die Lebensqualität des Betroffenen zu sichern.

Weitere Informationen zum Versorgungsnetz rund um Schlaganfallprävention, Akutbehandlung und Rehabilitation bietet die Broschüre „Gute Versorgung? – Das Team macht den Erfolg“. Sie kann kostenfrei bestellt werden:

Per E-Mail: infomaterial@rote-karte-dem-schlaganfall.de
Per Post: Rote Karte dem Schlaganfall
Postfach 10 03 61,
47703 Krefeld

1 Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
2 Ärzte-Zeitung: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/schlaganfall/article/930836/epidemiologie-frauen-maenner-schlaganfall-unterscheidet.html (letzter Zugriff: 04.05.2017)

L.DE.COM.GM.05.2017.3875



Telefonaktion von „Rote Karte dem Schlaganfall“: Ihre Fragen und Antworten

Im Rahmen der Telefonaktionen von „Rote Karte dem Schlaganfall“ können Betroffene, Angehörige und Interessierte unseren Experten Fragen rund um das Thema Schlaganfall stellen. Folgende Fragen und Antworten könnten auch für Sie hilfreich sein.

1. Frau, 54 Jahre: Warum ist eine schnelle Behandlung bei einem Schlaganfall so wichtig?

Der Arzt sagt „Zeit ist Gehirn“. Darum ist jeder Schlaganfallverdacht ein Notfall. Die betroffenen Gehirnbereiche erhalten durch den Verschluss keinen lebenswichtigen Sauerstoff mehr und sterben ab. Schon die ersten Minuten und Stunden nach einem Schlaganfall entscheiden deshalb maßgeblich, wie groß die irreparablen Schäden werden. Je schneller Sie handeln und den Notarzt (112) rufen, desto geringer ist das Risiko nach dem Schlaganfall schwerwiegende Behinderungen zurückzubehalten.

2. Mann, 79 Jahre: Ich spiele regelmäßig Tennis und hatte in letzter Zeit zweimal Herzrasen in den Ruhepausen. Könnte das auf ein Vorhofflimmern hinweisen? Was kann ich tun?

Ja, möglich wäre das. Vorhofflimmern kann während und nach dem Sport auftreten. Typisch dafür ist insbesondere ein unregelmäßiger Herzschlag. Ich würde empfehlen, das Herzrasen aufzuzeichnen, um gegebenenfalls die Diagnose zu sichern. Eventuell ist auch ein Langzeit-EKG sinnvoll, da es neben dem Vorhofflimmern weitere Herzrhythmusstörungen gibt, die eine andere Therapie erfordern.

3. Frau, 31 Jahre: Mein Großvater ist über 80 und hatte vor einem halben Jahr einen Schlaganfall, der durch Vorhofflimmern ausgelöst wurde. Wir haben große Angst, dass er einen zweiten erleidet. Woran können wir einen Schlaganfall erkennen?

Leider kündigt sich ein Schlaganfall fast nie an. Wichtig ist, dass Ihr Großvater mögliche Risiken reduziert und regelmäßig die blutverdünnenden Medikamente einnimmt. Gleichzeitig sollte er auf Blutungshinweise wie z.B. schwarzen Stuhl, zunehmende Schwäche oder Blässe achten. Falls Ihr Großvater hohen Blutdruck hat, sollte dieser regelmäßig kontrolliert werden.

L.DE.COM.GM.05.2017.3875



Rezeptidee von „Rote Karte dem Schlaganfall“: Sommerliches Lachs-Gemüse-Ragout

Das Rezept des Monats ist nicht nur schmackhaft und sommerlich leicht, sondern auch schnell und unkompliziert zubereitet. Die Kombination aus Fisch und Gemüse ist immer eine gute Wahl für eine herzgesunde Ernährung. Die Tomaten, die zu den Top 10 der Antioxidantien-Lieferanten gehören, beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und auch der Lachs hat durch seine Omega 3 Fettsäuren eine gefäßschützende Wirkung.

Für 2 Portionen benötigen Sie:
100 g Zwiebeln
400 g Tomaten
200 g gelbe Paprika
2 EL natives Olivenöl
200 g Lachsfilet
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Den Lachs mit Salz und Pfeffer würzen, in ca. 4 x 4 cm große Würfel schneiden und mit einem Esslöffel Olivenöl anbraten. Zwiebeln, Tomaten und Paprika ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebeln in Olivenöl glasig anbraten, Tomaten- und Paprikawürfel dazugeben und alles ca. 10 Minuten schmoren lassen bis das Gemüse weich ist. Am Ende die Lachswürfel hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Ragout kann zum Beispiel auf einem Vollkornbaguette angerichtet oder mit Vollkornreis serviert werden.

„Rote Karte dem Schlaganfall“ wünscht guten Appetit!

L.DE.COM.GM.05.2017.3875



Gesund leben – Tipps für einen „bewegten“ Alltag

Eine aktuelle Studie zeigt: Moderate Bewegung senkt das Risiko, an einem Herz-Kreislauf-Leiden zu sterben, um mehr als die Hälfte.1 Moderate Aktivität meint in diesem Zusammenhang zum Beispiel Gehen, Gärtnern oder Fahrradfahren für mindestens vier Stunden die Woche. „Es muss nicht immer Joggen sein, auch alltägliche körperliche Betätigungen sind sinnvoll. Natürlich sollte das Ausmaß der Aktivität dem individuellen Gesundheitszustand angepasst sein", so Prof. Dr. Eckart Fleck, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK).2

Älteren Menschen fällt es häufig schwer, Bewegung in ihren Alltag zu integrieren. Auch schon kleine Veränderungen können helfen: Nutzen Sie öfter mal das Fahrrad statt des Autos oder steigen Sie bei einer Busfahrt eine Haltestelle eher aus.

Bewegung lässt sich auch gut mit Entspannung kombinieren. Legen Sie beim Wohnungsputz Ihre Lieblings-CD ein und tanzen Sie dazu. Den Fernsehabend können Sie ebenfalls leicht aktiver gestalten, indem Sie einfach nebenbei noch „eine Runde" auf dem Ergometer drehen.

Wenn Sie längere Zeit sitzen, legen Sie immer wieder Bewegungspausen ein und machen Sie ein paar Dehnübungen. Auch das Telefonat mit Freunden können Sie aktiver gestalten. Laufen Sie einfach beim Telefonieren durch die Wohnung oder treffen Sie sich doch gleich zu einem persönlichen Gespräch bei einem Spaziergang im Freien. Gerade jetzt in der wärmeren Jahreszeit bietet es sich an, die körperlichen Aktivitäten nach draußen zu verlegen.

Outdoor-Bewegungsparks bieten eine gute Möglichkeit, sich zu bewegen und gleichzeitig soziale Kontakte zu knüpfen. In einer Studie3 der National Cheng Kung University, Taiwan, wurden Senioren befragt, welchen Vorteil diese Form des Trainings für sie hat. Die Teilnehmer empfanden eine Verbesserung auf körperlicher und psychologischer Ebene. Zusätzlich wurde die Bewegung im Freien, mit anderen Menschen zusammen, als positiv hinsichtlich neuer sozialer Kontakte bewertet.

Wir alle wissen, dass es leichter fällt, mit Gleichgesinnten zu trainieren, als allein. Eine weitere Studie4 zeigt sogar, dass es bei älteren Menschen, die in diesen Gymnastik-Parks trainieren, zu einer Steigerung des Bewegungslevels kommt. Suchen Sie einen Bewegungspark in Ihrer Nähe? Dann wenden Sie sich an das Info- Büro oder das Bürgeramt Ihrer Stadt.

Wichtig: Bei einer Herz-Kreislauf-Erkrankung halten Sie bitte unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit dem Training beginnen.

1ESC 2016 Abstracts Antikainen et al. Leisure time physical activity reduces the risk of cardiovascular death and an acute CVD event also among older adults; Nauman et al. Personal activitymindex (PAI) for promotion of physical activity an prevention of CVD
2Pressetext DGK 08/2016
3Chow HW. 2013. Outdoor fitness equipment in parks: a qualitative study from older adults‘ perceptions. BMC Public Health
4Cranney L, Phongsavan P, Kariuki M, Stride V, Scott A, et al. 2016. Impact of an outdoor gym on park users‘ physical activity: a natural experiment. Health Place

L.DE.COM.GM.05.2017.3832



Schriftgröße

Video-Magazin


"Rote Karte Bewegt"
Unser neues Videomagazin ist online » mehr

Themen und Termine

Hier finden SIe aktuelle Themen & Termine rund um “Rote Karte”

Kooperationspartner

Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2017
© Copyright Bayer Vital GmbH  
Impressum  •  Allgemeine Nutzungsbedingungen  •  Datenschutz  •  L.DE.COM.GM.06.2016.2965