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HERZlich willkommen auf „Dem roten Sofa“!

Bild(er) oder Filmmaterial (soweit zutreffend) unter Lizenz von Shutterstock.com verwendet



In diesem Monat zu Gast auf „Dem roten Sofa“: Die Vorhofflimmer-Patientin Frau Jeder


Die Vorhofflimmer-Patientin Frau Jeder zu Gast
auf „dem roten Sofa“

Frau Jeder ist eine liebevolle Großmutter, spielt für ihr Leben gern Tennis, liebt die Gartenarbeit und reist in ihrer Freizeit um die Welt.

Außerdem leidet sie seit 12 Jahren an Vorhofflimmern. Im Interview zu Gast auf „Dem roten Sofa“ erzählt uns die 77-jährige von ihren Sorgen, wie sie mit der Erkrankung umgeht und welche Tipps sie für andere Betroffene hat.

Liebe Frau Jeder, zunächst einmal vielen Dank für Ihre Teilnahme. Sie leiden ja bereits seit 12 Jahren an Vorhofflimmern. Können Sie uns berichten, inwiefern sich die Erkrankung bei Ihnen bemerkbar gemacht hat?

Zu Beginn waren es immer nur kurze Phasen, in denen sich mein Herzschlag veränderte, und auch immer nur für einige Sekunden.

Wenn die Episoden vorkamen, merkte ich, dass mein Herz raste – als wenn ich gerade hinter einem Ball beim Tennis hinterhergejagt wäre. Das trat ganz plötzlich auf und hat mich gerade nachts oder wenn ich alleine zuhause war sehr beunruhigt. Ich habe dann immer ein großes Glas Sprudelwasser getrunken und versucht mich zu entspannen, meist hat sich mein Herz dann wieder beruhigt. Im Laufe der Zeit wurden die Vorhofflimmer-Episoden jedoch immer häufiger, sodass ich in ständiger Angst vor einer neuen Attacke lebte und meinen Alltag genau beobachtet habe, um herauszufinden, warum die Episoden immer wieder auftraten. Sport und Rasenmähen habe ich mich in dieser Zeit nicht mehr getraut, da ich nie wusste, wann mich mein Herzrasen wieder überrascht.

Wie haben Sie die ersten Wochen und Monate nach der Diagnose erlebt und wer war an Ihrer Seite?


Tennis - als Schlaganfallprävention
bei Vorhofflimmern

uerst war es ein Schock. Vor allem, weil die Diagnose in der Notfallambulanz nach einer besonders schlimmen Episode mitgeteilt wurde. Der Arzt machte allerdings nicht viel Aufhebens darum – das hat mich sehr beruhigt. Schließlich ist die Erkrankung keine Seltenheit und mit einer entsprechenden Therapie kann man gut damit leben. Außerdem war ich erleichtert, dass eine Ursache gefunden wurde.

Der Umgang mit der Erkrankung war zu Beginn nicht besonders schwer für mich. Wichtig war für mich, dass mir genau erklärt wurde, was da in meinem Körper passiert und warum es so wichtig ist, regelmäßig meine Medikamente zu nehmen.

Denn jetzt musste ich daran denken, meine blutdrucksenkenden und gerinnungshemmenden Medikamente täglich einzunehmen. Meine beiden Töchter waren auch immer für mich da und mein Arzt hat meine Fragen beantwortet.  Ansonsten musste ich nicht viel ändern. Ich habe mich schon immer gesund ernährt und bewege mich zudem viel. Am liebsten spiele ich Tennis – das tut mir unheimlich gut!

Sie wissen ja sicher, dass mit der Erkrankung „Vorhofflimmern“ ein erhöhtes Schlaganfallrisiko besteht. Welche Maßnahmen zur Prävention ergreifen Sie?


Gesunde Ernährung und Bewegung - das sind
die Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils

Ich habe Medikamente zur Blutdrucksenkung und Gerinnungshemmung eingenommen und weiß, dass ich dadurch mein Risiko senken kann.

Außerdem ist ein gesunder Lebensstil für mich besonders wichtig. Ich achte dabei auf eine ausgewogene Ernährung und bewege mich viel. Ich glaube, ausreichend Bewegung ist wichtig: Ich arbeite zum Beispiel viel im Garten, bin auf Reisen oder spaziere auch einfach gerne.

Was würden Sie anderen Betroffenen gerne mit auf den Weg geben?

Ich würde anderen Betroffenen vor allem eine Sache mit auf den Weg geben: an die regelmäßige Einnahme der Medikamente zu denken. Ich weiß, dass ich das gerade zu Beginn der Erkrankung nie ganz ernst genommen habe, da ich das Vorhofflimmern auch nur selten „gespürt“ habe. Irgendwie erscheint es dann nicht so wichtig, die Medikamente einzunehmen.

Und man sollte den Mut finden, seine Fragen zu stellen – egal wie unbedeutend sie erscheinen. Den richtigen Arzt erkennt man, wenn dieser sich Zeit nimmt, darauf einzugehen.

Auch ein gesunder Lebensstil ist wichtig. Das gilt nicht nur für Vorhofflimmer-Patienten, sondern auch für alle anderen. Vor allem die Bewegung hilft mir sehr: Durch sie fühle ich mich fit und gesund.

Vielen Dank, liebe Frau Jeder, dass Sie diese persönlichen Fragen so offen und ehrlich beantwortet haben!



Johannes Arnold zeigt, wie’s geht – eine Jonglage-Anleitung zur Schlaganfallprävention

Für die Gesundheit und die Prävention von Schlaganfall und Vorhofflimmern ist ein gesunder Lebensstil entscheidend.1 Dazu gehört nicht nur eine ausgewogene Ernährung, sondern auch ausreichend Bewegung. Vielen Menschen fällt es allerdings schwer, sich für tägliche Sporteinheiten zu motivieren.

Unser Tipp: die medizinische Jonglage! Sie hält nicht nur den Körper, sondern auch den Geist fit. Johannes Arnold ist Jongleur und zeigt, was es bei der Jonglage zu beachten gibt. Hier geht’s zur Jonglage-Anleitung:

Rote Karte dem Schlaganfall – Jonglage-Anleitung

Medizinische Jonglage – Training für Körper und Geist

Klassische Sportarten wie Walken oder Joggen sind nichts für Sie? Dann kann die medizinische Jonglage eine echte Alternative sein, um fit zu bleiben und das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen. Sie sorgt nicht nur für Bewegung im Alltag, sondern hat gleichzeitig positive Auswirkungen auf Körper und Geist.2

Die medizinische Jonglage ist nicht nur ein effektives Training für die Prävention von Schlaganfall und Vorhofflimmern, auch Menschen, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben, können von der ausgefallenen Sportart profitieren. Durch regelmäßige Jonglage wird das Gehirn angeregt, neue Zellen zu bilden und auch die Nerven, die für die Synchronisierung verschiedener Gehirnareale zuständig sind, werden stimuliert. Die Gehirnleistung kann so wieder auf Hochtouren gebracht werden. Das wirkt sich positiv auf die Rehabilitation nach dem Schlaganfall aus.

1 Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
2 Gesundheitswissen: http://www.fid-gesundheitswissen.de/sportmedizin/jonglieren/ (letzter Zugriff: 06.08.2017)



In diesem Monat zu Gast auf „Dem roten Sofa“: Die Hörfunk- und Fernsehmoderatorin Anke Feller


Anke Feller zu Gast auf „Dem roten Sofa“

Herzlich willkommen auf „Dem roten Sofa“! Seit einigen Jahren begleiten Sie „Rote Karte dem Schlaganfall“ nun schon als Moderatorin der Pressekonferenzen. Vor Ihrer Arbeit als Moderatorin waren Sie Leichtathletin – und Weltmeisterin! – und haben sportliche Höchstleistungen erbracht. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Die 15 Jahre Leistungssport waren eine sehr intensive Zeit: Ich habe mich ganz auf den Leistungssport fokussiert, sodass häufig private Termine am Wochenende auf der Strecke bleiben mussten. Zur Saisonvorbereitung war ich oft zwei oder drei Wochen in Trainingslagern.

Nicht weniger spannend wurde es, als ich parallel angefangen habe, beim WDR Fernsehen und Radio Leverkusen zu arbeiten. Zu dieser Zeit musste ich schauen, wie sich die sportliche und berufliche Karriere miteinander vereinbaren lassen. Bei Radio Leverkusen moderierte ich die Frühsendung – ich bin morgens um vier Uhr aufgestanden und habe von sechs bis neun Uhr meine Sendung gemacht. Danach bin ich bis mittags um zwölf oder dreizehn Uhr in der Redaktion geblieben, um die Sendung für den nächsten Tag vorzubereiten. Nachmittags stand ich dann wieder auf der Sportanlage, um zu trainieren. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker wieder um vier Uhr.

In dieser Zeit profitierte ich vom Leistungssport, durch den ich gelernt habe mich zu fokussieren und abzuwägen, was gerade wichtig ist und worauf ich mich konzentrieren muss. Natürlich ist auch Disziplin, Pünktlichkeit und Fleiß sehr wichtig. Von nichts kommt nichts.

In der Prävention von Schlaganfall und Vorhofflimmern spielt Bewegung eine wichtige Rolle: Jeder sollte regelmäßig moderater Bewegung nachgehen, um sein Risiko zu senken. Denn: Nicht nur zu wenig, sondern auch zu viel Belastung können der Gesundheit schaden. Haben Sie als Hochleistungssportlerin schon einmal Erfahrung in dieser Hinsicht gemacht?


Bei der Prävention von Schlaganfall und
Vorhofflimmern spielt Bewegung
eine wichtige Rolle

Leider ja. Diese Erfahrung macht wahrscheinlich jeder Leistungssportler, der ehrgeizig ist und etwas erreichen möchte. In der Jugend hatte ich Ermüdungsbrüche im Fuß, die dann für sechs Wochen eingegipst wurden. Man lernt relativ schnell, dass es sinnvoller ist, eine Verletzung oder Überbelastung vorsichtig auszukurieren, bevor es nachher zu einer schwereren Verletzung kommt. In solchen Momenten habe ich genau in mich hineingehorcht, wie es mir geht. An diesem Punkt ist weniger mehr. Es gab einige Sportler, die aufgrund von Herz-Muskel-Entzündungen sportunfähig wurden. Damals habe ich mir zur Regel gemacht, mich bei einer Erkältung oder Grippe in jedem Fall von einem Kardiologen medizinisch durchchecken zu lassen, weil ich keine Spät- oder Folgeschäden haben wollte.

Denn: Der hoffentlich längere Teil des Lebens kommt erst nach dem Leistungssport. Und diesen wollte ich immer so gesund wie möglich erleben.

Wie schnell haben Sie nach einer Krankheitsphase Ihre ursprüngliche Leistung erreicht?

Zunächst braucht es erst einmal viel Zeit, um einen gewissen Leistungsstand überhaupt zu erreichen. Nach einer Grippe sind viele Wochen Aufbautraining notwendig, da Kondition, Schnelligkeit und Kraft schnell zurückgehen. Bei einem hohen Leistungsniveau bedeuten schon wenige Tage Erkrankung oder Verletzung sehr viel Zeit- und Leistungsverlust.

Gesundheitspflege ist aus diesem Grund das A und O. Wer vor wichtigen Qualifikationsterminen durch eine Erkältung oder einen Infekt ausgeschaltet ist, hat eventuell das ganze Jahr umsonst trainiert. Während der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Sydney bin ich zum Beispiel an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt. Mein Körper war so geschlaucht, dass lange nicht an normales Training zu denken war, was mich letztendlich die Qualifikation für Sydney gekostet hat.

Wie halten Sie sich seit Ende Ihrer aktiven Karriere fit? Und haben Sie Tipps, wie auch Bewegungsmuffel mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen können?


Schlaganfallvorbeugung: Tipps für einen
aktiveren Alltag

Für mich ist Sport nach wie vor unheimlich wichtig. Ich sitze selber viel am Schreibtisch und bereite die Sendungen im Hörfunk vor. In solchen Momenten merke ich, wie es ist, wenn man nur vor dem Bildschirm sitzt. Dann brauche ich irgendwann eine Auszeit.

Und ich ziehe mir die Turnschuhe an und gehe im Wald laufen. Das hilft mir den Kopf frei zu bekommen. Außerdem versuche ich mich an feste Termine zu halten: Einmal in der Woche bin ich beim Yoga, an einem anderen Tag gehe ich ins Fitnesscenter und absolviere dort mein Krafttraining.

Zusätzlich versuche ich ein- bis zweimal die Woche laufen zu gehen. So komme ich auf drei- bis viermal Sport pro Woche. Das ist für mich als Ausgleich zur Arbeit sehr wichtig. Zudem ist der Sport eine gute Möglichkeit mich abzureagieren, wenn ich mich geärgert habe.

Ansonsten versuche ich auch Bewegung in den Alltag einzubauen: Ich fahre mit dem Fahrrad zum Einkaufen und nehme grundsätzlich nicht den Fahrstuhl oder die Rolltreppe, sondern benutze immer die Treppe. Fahre ich doch einmal mit dem Auto, parke ich auch schon mal weiter entfernt vom Eingang, um ein paar Extra-Schritte zu gehen. Es ist nun einmal so: Der Körper braucht Bewegung, damit er funktioniert.

Achten Sie auf Ihre Ernährung? Wenn ja, wie?

Glücklicherweise esse ich gerne gesunde Sachen wie Gemüse und verschiedene Salate, weshalb ich nicht zu sehr darauf zu achten brauche. Außerdem bin ich kein allzu großer Fleisch-Fan, möchte aber auch nicht ganz darauf verzichten. Mein Mann und mein Sohn essen beide beispielsweise wesentlich mehr und lieber Fleisch als ich.

Gibt es im Hause Feller ab und zu auch etwas Ungesundes?

Allerdings: Ich liebe Schokolade – in verschiedenen Sorten und am liebsten gut gekühlt. Natürlich enthält Schokolade viel Zucker, aber Schokolade ist für mich eine Nervennahrung. Chips, Lakritz oder Gummibärchen reizen mich hingegen gar nicht.

Vielen Dank, dass Sie auf „Dem roten Sofa“ Platz genommen haben. Bis zum nächsten Mal!

L.DE.COM.GM.06.2017.3924



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Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2017
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