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HERZlich willkommen auf „Dem roten Sofa“!

Bild(er) oder Filmmaterial (soweit zutreffend) unter Lizenz von Shutterstock.com verwendet



In diesem Monat zu Gast auf „Dem roten Sofa“: Die Hörfunk- und Fernsehmoderatorin Anke Feller


Anke Feller zu Gast auf „Dem roten Sofa“

Herzlich willkommen auf „Dem roten Sofa“! Seit einigen Jahren begleiten Sie „Rote Karte dem Schlaganfall“ nun schon als Moderatorin der Pressekonferenzen. Vor Ihrer Arbeit als Moderatorin waren Sie Leichtathletin – und Weltmeisterin! – und haben sportliche Höchstleistungen erbracht. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Die 15 Jahre Leistungssport waren eine sehr intensive Zeit: Ich habe mich ganz auf den Leistungssport fokussiert, sodass häufig private Termine am Wochenende auf der Strecke bleiben mussten. Zur Saisonvorbereitung war ich oft zwei oder drei Wochen in Trainingslagern.

Nicht weniger spannend wurde es, als ich parallel angefangen habe, beim WDR Fernsehen und Radio Leverkusen zu arbeiten. Zu dieser Zeit musste ich schauen, wie sich die sportliche und berufliche Karriere miteinander vereinbaren lassen. Bei Radio Leverkusen moderierte ich die Frühsendung – ich bin morgens um vier Uhr aufgestanden und habe von sechs bis neun Uhr meine Sendung gemacht. Danach bin ich bis mittags um zwölf oder dreizehn Uhr in der Redaktion geblieben, um die Sendung für den nächsten Tag vorzubereiten. Nachmittags stand ich dann wieder auf der Sportanlage, um zu trainieren. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker wieder um vier Uhr.

In dieser Zeit profitierte ich vom Leistungssport, durch den ich gelernt habe mich zu fokussieren und abzuwägen, was gerade wichtig ist und worauf ich mich konzentrieren muss. Natürlich ist auch Disziplin, Pünktlichkeit und Fleiß sehr wichtig. Von nichts kommt nichts.

In der Prävention von Schlaganfall und Vorhofflimmern spielt Bewegung eine wichtige Rolle: Jeder sollte regelmäßig moderater Bewegung nachgehen, um sein Risiko zu senken. Denn: Nicht nur zu wenig, sondern auch zu viel Belastung können der Gesundheit schaden. Haben Sie als Hochleistungssportlerin schon einmal Erfahrung in dieser Hinsicht gemacht?


Bei der Prävention von Schlaganfall und
Vorhofflimmern spielt Bewegung
eine wichtige Rolle

Leider ja. Diese Erfahrung macht wahrscheinlich jeder Leistungssportler, der ehrgeizig ist und etwas erreichen möchte. In der Jugend hatte ich Ermüdungsbrüche im Fuß, die dann für sechs Wochen eingegipst wurden. Man lernt relativ schnell, dass es sinnvoller ist, eine Verletzung oder Überbelastung vorsichtig auszukurieren, bevor es nachher zu einer schwereren Verletzung kommt. In solchen Momenten habe ich genau in mich hineingehorcht, wie es mir geht. An diesem Punkt ist weniger mehr. Es gab einige Sportler, die aufgrund von Herz-Muskel-Entzündungen sportunfähig wurden. Damals habe ich mir zur Regel gemacht, mich bei einer Erkältung oder Grippe in jedem Fall von einem Kardiologen medizinisch durchchecken zu lassen, weil ich keine Spät- oder Folgeschäden haben wollte.

Denn: Der hoffentlich längere Teil des Lebens kommt erst nach dem Leistungssport. Und diesen wollte ich immer so gesund wie möglich erleben.

Wie schnell haben Sie nach einer Krankheitsphase Ihre ursprüngliche Leistung erreicht?

Zunächst braucht es erst einmal viel Zeit, um einen gewissen Leistungsstand überhaupt zu erreichen. Nach einer Grippe sind viele Wochen Aufbautraining notwendig, da Kondition, Schnelligkeit und Kraft schnell zurückgehen. Bei einem hohen Leistungsniveau bedeuten schon wenige Tage Erkrankung oder Verletzung sehr viel Zeit- und Leistungsverlust.

Gesundheitspflege ist aus diesem Grund das A und O. Wer vor wichtigen Qualifikationsterminen durch eine Erkältung oder einen Infekt ausgeschaltet ist, hat eventuell das ganze Jahr umsonst trainiert. Während der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Sydney bin ich zum Beispiel an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt. Mein Körper war so geschlaucht, dass lange nicht an normales Training zu denken war, was mich letztendlich die Qualifikation für Sydney gekostet hat.

Wie halten Sie sich seit Ende Ihrer aktiven Karriere fit? Und haben Sie Tipps, wie auch Bewegungsmuffel mehr Bewegung in ihren Alltag einbauen können?


Schlaganfallvorbeugung: Tipps für einen
aktiveren Alltag

Für mich ist Sport nach wie vor unheimlich wichtig. Ich sitze selber viel am Schreibtisch und bereite die Sendungen im Hörfunk vor. In solchen Momenten merke ich, wie es ist, wenn man nur vor dem Bildschirm sitzt. Dann brauche ich irgendwann eine Auszeit.

Und ich ziehe mir die Turnschuhe an und gehe im Wald laufen. Das hilft mir den Kopf frei zu bekommen. Außerdem versuche ich mich an feste Termine zu halten: Einmal in der Woche bin ich beim Yoga, an einem anderen Tag gehe ich ins Fitnesscenter und absolviere dort mein Krafttraining.

Zusätzlich versuche ich ein- bis zweimal die Woche laufen zu gehen. So komme ich auf drei- bis viermal Sport pro Woche. Das ist für mich als Ausgleich zur Arbeit sehr wichtig. Zudem ist der Sport eine gute Möglichkeit mich abzureagieren, wenn ich mich geärgert habe.

Ansonsten versuche ich auch Bewegung in den Alltag einzubauen: Ich fahre mit dem Fahrrad zum Einkaufen und nehme grundsätzlich nicht den Fahrstuhl oder die Rolltreppe, sondern benutze immer die Treppe. Fahre ich doch einmal mit dem Auto, parke ich auch schon mal weiter entfernt vom Eingang, um ein paar Extra-Schritte zu gehen. Es ist nun einmal so: Der Körper braucht Bewegung, damit er funktioniert.

Achten Sie auf Ihre Ernährung? Wenn ja, wie?

Glücklicherweise esse ich gerne gesunde Sachen wie Gemüse und verschiedene Salate, weshalb ich nicht zu sehr darauf zu achten brauche. Außerdem bin ich kein allzu großer Fleisch-Fan, möchte aber auch nicht ganz darauf verzichten. Mein Mann und mein Sohn essen beide beispielsweise wesentlich mehr und lieber Fleisch als ich.

Gibt es im Hause Feller ab und zu auch etwas Ungesundes?

Allerdings: Ich liebe Schokolade – in verschiedenen Sorten und am liebsten gut gekühlt. Natürlich enthält Schokolade viel Zucker, aber Schokolade ist für mich eine Nervennahrung. Chips, Lakritz oder Gummibärchen reizen mich hingegen gar nicht.

Vielen Dank, dass Sie auf „Dem roten Sofa“ Platz genommen haben. Bis zum nächsten Mal!

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Unser erster Gast auf „Dem roten Sofa“: WDR-Koch Helmut Gote gibt Tipps für eine herzgesunde Ernährung

Herr Gote, herzlich willkommen auf unserer neuen Plattform „Das rote Sofa“! Im Rahmen der Jahrespressekonferenz von „Rote Karte dem Schlaganfall“ 2016 haben Sie für uns bereits leckere und gleichzeitig gesunde Gerichte zubereitet. Ergebnisse einer aktuellen Studie zeichnen derzeit die mediterrane Ernährung als besonders herzgesund aus.1 Doch welche Lebensmittel und Grundlagen kennzeichnen die Mittelmeer-Küche?

Kurz zusammengefasst alles, was der Mittelmeerraum an frischen Produkten zu bieten hat. Denken Sie zum Beispiel an frischen Fisch oder die Vielfalt an Gemüse, die von Zucchini über Paprika und Aubergine bis hin zu Champignons reicht. Ein wichtiges Merkmal der mediterranen Küche ist, dass die Nahrungsmittel meist nur kurz angebraten und mit gutem Olivenöl verarbeitet werden. Dabei werden insbesondere frische Produkte, das heißt vor allem viel Gemüse, mit wenig Fett verarbeitet.

Was macht die Mittelmeer-Küche so gesund?

Während wir Deutschen meist deftig kochen, bereiten Anhänger der mediterranen Küche einfache und schnelle Rezepte zu. So gibt es häufig Antipasti, einen „Sattmacher“ in Form von Pasta und einen Hauptgang mit Fisch oder Fleisch, der durch viel Gemüse abgerundet wird. Diese Zusammenstellung ergibt eine ausgewogene Ernährung. Ein zusätzlicher „Pluspunkt“ ist die schonende Gemüsezubereitung. Es wird vorsichtig gegart und bleibt dadurch besonders knackig und nährstoffreich. Ich sehe noch einen weiteren wichtigen Faktor, der hierzulande oft unterschätzt wird: die Zeit. Im Mittelmeerraum nehmen sich die Menschen Zeit fürs Essen und genießen die (gemeinsamen) Mahlzeiten. Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen.

Gesunde Ernährung beschränkt sich natürlich nicht nur auf die mediterrane Küche. Was ist generell im Rahmen einer gesunden Ernährung zu beachten?

Grundlegend ist, die Qualität der Lebensmittel zu erhöhen und sie frisch zu essen. Außerdem spielt die Menge eine wichtige Rolle: Theoretisch ist fast alles gesund, solange Sie auf das Maß achten, in dem Sie verschiedene Bestandteile zu sich nehmen. So kann auch Fett in kleinen Mengen, in Balance mit Kohlenhydraten und Eiweiß, zu einer gesunden Ernährung beitragen. Versuchen Sie frisch, gut und lecker – der letzte Punkt ist in meinen Augen ebenfalls sehr wichtig! – zu kochen sowie auf verarbeitete Lebensmittel und Süßes, auch in Form von industriell hergestellten Erfrischungsgetränken wie zum Beispiel Eistee, zu verzichten.

Jeder kennt sie: die guten Vorsätze zu Beginn eines neuen Jahres. Dazu zählt häufig auch eine gesündere Ernährung. Im Alltag fällt die Umsetzung jedoch oft schwer. Haben Sie Tipps, wie auch auf Dauer die Lust an gutem und gesundem Essen aufrechterhalten werden kann?

Es ist schwer, an dieser Stelle Tipps zu geben, da eine gesunde Ernährung in meinen Augen Einstellungssache ist. Jeder entscheidet selbst, wo er seine Prioritäten setzt. Viele denken, dass gesundes Kochen sehr zeitaufwendig ist. Die soeben besprochene Mittelmeer-Küche ist allerdings das beste Beispiel dafür, dass das nicht stimmen muss: Einen Fisch anzubraten, parallel Zucchini zu schmoren oder einen Salat zuzubereiten, dauert im Schnitt etwa 20 Minuten. Sie sehen, wie schnell und ohne viel Aufwand ein leckeres Gericht fertiggestellt ist. Überlegen Sie außerdem, womit Sie im Alltag Ihre Zeit – teils auch sinnlos – verbringen. Vielen wird an dieser Stelle das Smartphone und/oder das Surfen im Internet einfallen. Versuchen Sie, das zu reduzieren und die gewonnene Zeit lieber für die Zubereitung einer frischen und gesunden Mahlzeit zu nutzen!

Regelmäßig frisch kochen – in der Theorie leicht, im Alltag jedoch häufig schwer umsetzbar. Wie kann es auch an stressigen Tagen gelingen, nicht auf Fertiglebensmittel oder Süßigkeiten bei Heißhunger zurückzugreifen?

Wer es tatsächlich schafft, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, wird sehen, dass Heißhunger deutlich seltener auftritt. Kochen Sie frisch, lecker und mit qualitativ hochwertigen Zutaten, werden Ihnen Currywurst und Co. auch gar nicht mehr so gut schmecken. Diese sind geschmacklich sehr eindimensional und werden somit „langweilig“. Sollten Sie dennoch ab und zu Lust auf etwas Süßes verspüren, dürfen Sie sich das ruhig gönnen. Legen Sie aber auch an dieser Stelle Wert auf die Qualität: Genießen Sie anstatt Vollmilch- lieber Zartbitterschokolade. Sollten Sie Lust auf ein Stück Torte haben, empfehle ich Ihnen statt der Tiefkühltorte eine vom besten Konditor.

Schon sind wir bei der letzten Frage! Sie als Koch kennen sicher hunderte leckere Rezepte. Gibt es dennoch ein Gericht, das Sie immer wieder gerne kochen? Würden Sie es uns verraten?

Ein spezielles Gericht gibt es nicht. Allerdings koche ich gerne mit Getreideprodukten wie Bulgur, Couscous oder Reis. Lebensmittel, die bei uns immer noch unterschätzt werden, aber angenehm sättigen. Außerdem mag ich Hülsenfrüchte, zum Beispiel Linsen. Viele denken jetzt möglicherweise an Schweinebauch oder Mettwurst. Linsen gibt es allerdings in verschiedenen Varianten – ob nun türkische rote Linsen, indische gelbe oder europäische braune. Aus ihnen lässt sich schnell ein Salat oder Linsengemüse zubereiten. Diese Gerichte sind gesund, lecker und machen satt!

Herzlichen Dank für das Gespräch!

 

Zum Schluss möchten wir Ihnen ein leckeres und noch dazu herzgesundes Rezept von Helmut Gote vorstellen:

Pikantes Ragout vom Huhn mit Lauchgemüse
Autor: Helmut Gote

Zutaten für 4 Personen:

800 g Hühnerbrust ohne Haut
1 Esslöffel Masala-Gewürzmischung
1 gehäufter Teelöffel Kurkuma-Pulver
3 Knoblauchzehen
50 g frischer Ingwer
½ Teelöffel Chilipulver
50 g Joghurt
50 ml Erdnussöl
1 kg Lauch
Butter, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Hühnerbrust löffelgerecht würfeln. In einer großen Schüssel sorgfältig mit der Gewürzmischung und dem Kurkuma vermischen, dabei auch salzen und pfeffern. Anschließend durchgepressten Knoblauch, frisch geriebenen Ingwer, Joghurt und Öl dazu geben, noch einmal durchrühren und abgedeckt im Kühlschrank mindestens vier Stunden, aber besser über Nacht, durchziehen lassen.

Den Lauch putzen und waschen. Mit dem Grün längs halbieren und quer in feine Streifen schneiden. In einem Topf bei mittlerer Hitze in etwas Butter andünsten, salzen und pfeffern. Fünf Minuten offen weiter dünsten, dabei immer mal wieder rühren. Der Lauch sollte noch etwas Biss haben.

Das Hühnchenfleisch aus der Schüssel nehmen, in einem Sieb etwas abtropfen lassen. In eine heiße Pfanne ohne Fett geben und bei mittlerer Hitze fünf Minuten braten, dabei vielleicht noch etwas nachsalzen.

Den Lauch auf Teller verteilen und das Hühnchenfleisch mit der Sauce darauf legen.

Dazu passt Basmati-Reis.

1 M. Bonaccio et al. Higher adherence to Mediterranean diet is associated with lower risk of overall mortality in subjects with cardiovascular disease: prospective results from the MOLI-SANI study. In: European Heart Journal Vol. 37, 2016 (Abstract Supplement), 555-556.

 

L.DE.COM.GM.03.2017.3673



Für Sie auf „Dem roten Sofa“: PD Dr. Friedhelm Späh, HELIOS Klinikum Krefeld



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Zuletzt aktualisiert: 18. August 2017
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